Das Lebensende

Das Lebensende

#033 Sterbebegleitung auf vier Pfoten - mit Ines Hinz

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Ines Hinz ist Gesundheits- und Krankenpflegerin.
Während ihrer Zeit auf einer Nephrologie und Hämatoonkologie entstand der Wunsch in der tiergestützten Therapie zu arbeiten.

2010/2011 gründete sie PARA dogs und arbeitet dort mit ihrem großen Team, als Hundetrainerin und Ausbilderin für Therapiebegleithunde.

Ines arbeitet so wundervoll bedürfnisorientiert und zwar in erster Linie mit dem Fokus auf ihre Hunde. Die Hunde machen nicht meine Arbeit - sie unterstützen mich "nur" dabei. Sie ermöglichen einen ganz anderen Zugang zum Menschen.

Ines erzählt davon, wonach sie ihre Hunde auswählt und was so ein Therapiehund "mitbringen" sollte.

Ausserdem erfährst du in dieser Episode, welche Effekte ein Hund, in Bezug auf die Leitsymptome der palliativen Begleitung, wie Scherz, Angst, Unruhe, Übelkeit erzielen kann.

Ein Hund kann die ganze Atmosphäre verändern, er kann Brücken schlagen und was dann passiert ist gar nicht immer in Worte zu fassen.

#032 Perimortale Wissenschaften - mit Johanna Klug

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Johanna Klug hat mit 16Jahren schon Sterbebegleitung gemacht ohne es eigentlich zu wissen - sagt sie. Im ersten Teil erzählt Johanna von sich und ihrem **[Blog "Endlich endlos](https://endlichendlos.de/)"**

ihrem so vielseitigem spannenden Weg, bis hin zu dem, wo sie heute steht. Im zweiten Teil dieser Episode, berichtet sie uns ein wenig von dem neuen **MA Studiengang "Perimortale Wissenschaften"** der Uni Regensburg.

Das Studium ist interdisziplinär und es geht um medizinische und juristische Fragen rund um den Tod und um die gesellschaftlichen Strukturen, in denen Sterben, Tod und Trauer stattfinden. Aber auch nicht zuletzt darum, eine gute Traueransprache zu halten. All das dient einem Ziel: Die Studenten sollen lernen, Menschen im perimortalen Raum zu begleiten, also Sterbende und Trauernde, aber auch Profis, die ihrerseits für Betroffene da sind. An die Fachleute in Krematorien, Friedhofs­verwaltungen oder Bestattungsinstituten wird zu wenig gedacht. Sie haben wissenschaftliche Aufmerksamkeit und gute Begleitung verdient.

[Der Studiengang](https://www.uni-regensburg.de/theologie/moraltheologie/perimortale-wissenschaften-ma/index.html) ist zwar an der katholisch-theologischen Fakultät beheimatet, aber wir sehen, dass viele Interessenten nicht sonderlich religiös sind. Sie kommen aus der Sozialen Arbeit, Pädagogik, Palliativmedizin. Auch Trauerbegleiter, die nicht-religiöse Zeremonien anbieten, sind darunter. Doch auch denen haben wir etwas zu sagen. Theologen bringen Trostwissen und Riten-Kompetenz mit, das kann man auch am Grab eines Atheisten gebrauchen. Theologie hat übrigens mehr zu bieten als die schlichte Botschaft: alles halb so wild, es geht ja nach dem Tod weiter. Das wird sich auch im Studiengang „Perimortale Wissenschaften“ zeigen.

Den Begriff „perimortal“ habe ich vorher nie gehört. Das ist ein Kunstbegriff, den wir uns für dieses Studium ausgedacht haben. Als „perinatal“ bezeichnet man in der Medizin den Zeitraum um die Geburt herum. Ein verantwortliches Begleiten der Geburt setzt nicht erst mit den Wehen ein und hört dem Geburtsvorgang auf. So ist es auch mit dem Tod: Wir sterben viele kleine Abschiedstode. Schon vor dem physischen Ende. Und auch für unsere Angehörigen ist das Thema mit der Beerdigung meist nicht erledigt. Der Tod ist ein komplexes, kein punktuelles Ereignis.

Quelle:FAZ.net

#031 Alle Gefühle auf der Welt sind ok

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Ich habe in den letzten Wochen Pause gemacht und mich ausschließlich um meine und die Bedürfnisse meiner Familie gekümmert. Das hat gut getan. Jetzt bin ich wieder mit voller Kraft und aus tiefstem Herzen dabei.

Zu Beginn dieser neuen Episode stelle ich dir **unseren neuen online Workshop** "Wenn Menschen sterben" am 10.04.2021 vor

und anschließend lese ich dir eine Geschichte aus dem Buch "Die schönsten Vorlesegeschichten aus dem fliegenden Haus" von Mira vor.
Eigentlich ein wundervoller Podcast für Kinder und gleichzeitig hat mich diese Geschichte von den Gefühlen so sehr berührt, dass ich sie mit dir teilen möchte. Denn wie so vieles im Leben, lassen sich die Dinge übertragen. In der Sterbebegleitung werden wir sehr intensiv mit den Gefühlen der Betroffenen und auch unseren eigenen konfrontiert. Wie gehen wir mit Wut und Trauer um? Was können wir tun, wenn sie sich in einem anderen Gewand zeigen?
Lasst euch ein, auf eine kleine Reise in die Welt der Gefühle aus Miras Sicht und lasst euch inspirieren. Es lohnt sich.

#030 Auch Fachkräfte dürfen trauern - mit Christine Kempkes

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Jeder trägt die Fähigkeit des Trauerns in sich und braucht nicht gleich Trauerbegleitung. und gleichzeitig hat der Schuster die schlechtesten Leisten - mag sagen, sich selbst vor allem auch als Fachkraft begleiten zu lassen oder auch sich Input und Impulse von anderen Fachkräften zu holen kann durchaus hilfreich bei der eigenen Trauerverarbeitung sein.
Es ist normal sich selbst auf einmal nicht wieder zu erkennen. Auch nach Monaten und Jahren tiefe Trauer zu spüren ist normal. Das zu hören oder auch zu erleben kann ganz hilfreich sein.

Wir schauen in dieser Episode vor allem auf die Trauer und Begleitung von Fachkräften. Vor allem in Pflegeeinrichtungen oder Hospizen o.Ä. finden Langzeitbegleitungen statt, die eine ganz andere Bindung entstehen lassen als zu Patienten, die nur kurze Zeit begleitet werden. Die Waage zwischen Nähe und Distanz halten zu können - schlicht erst einmal zu erkennen, was mir eigentlich zu nah oder auch zu distanziert ist, ist gar nicht so leicht.
Ich weiß, dass viele Fachkräfte sich an der Stelle Unterstützung und Inhalte wünschen, wie sie mit dieser Nähe und den aufkommenden Emotionen umgehen können.

Gern wird gesagt und geraten „ Pass gut auf dich auf. Du musst auf dich achten. Und dann war es das. Dann die große Frage - ja, wie mache ich das denn eigentlich?
Christine gibt uns Einblicke in ihre Gedanken dazu, wie es gelingen kann.

Sich um sich zu kümmern, seine Akkus auffüllen - das geht relativ schnell. Es nimmt erst dann viel Zeit in Anspruch, wenn die eigenen Akkus immer auf Null oder sogar darunter laufen. Erst dann braucht es wirklich viel Zeit den wieder richtig aufzufüllen!!

Ich erzähle Christine, wie es mir selbst einmal an Weihnachten mit einem Patienten erging. Ich stand in seiner Tür, sah ihn an und plötzlich litt ich (mit) Ich habe ihn nie gefragt, ob er unter seiner Situation litt. Es waren meine Gefühle und nicht seine. Das macht einen großen Unterschied!
Meine Frage an Christine - was kann ich in solchen Situationen tun?

Beim Begleiten von anderen darf ich emphatisch sein. ich muss es weder gut machen, noch schön reden. Wir dürfen gemeinsam sprachlos und auch gemeinsam traurig sein. Gemeinsam aushalten.

Wir haben es oft nicht gelernt, auszuhalten oder gar die Hand von jemandem zu halten und nichts zu sagen. Die Situation einfach so stehen zu lassen. Versucht es einmal - probiert andere Wege aus, wenn ihr euch mit dem jetzigen nicht mehr wohl fühlt.

#029 Zu Hause sterben - das ist leichter gesagt als getan - mit Isabel Peter der Stiftung Valentina

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Heute bin ich im Gespräch mit Isabel Peter - eine der Gründerinnen der Stiftung Valentina.

Isabels kleine Schwester ist die Namensgeberin dieser Stiftung.

Valentina ist mit 12Jahren an einem sehr aggressiven Tumor erkrankt und nur 1Jahr nach der Diagnose verstorben.

Valentinas Wunsch war es eigentlich, die letzten Tage ihres Leben zu Hause bei und mit ihrer Familie zu verbringen.
Das SAPV Team der Uniklinik Ulm, in der Valentina betreut wurde, war zu dieser Zeit noch ausschließlich auf Finanzierung ihrer Arbeit durch die Krankenkassen angewiesen und musste durch mangelnde Kostendeckung stark improvisieren.

Valentina entschied sich also dafür, ihre letzten Tage in der Uniklinik zu verbringen, um bestmöglich und im Bedarfsfall vor allem schnell versorgt werden zu können.

Nach Valentinas Tod hat die Familie beschlossen die Situation zu ändern und zu ermöglichen, dass Kinder zu Hause in den Armen ihrer Liebsten sterben dürfen und dabei professionell begleitet werden.

Heute unterstützt Isabell mit ihrer Stiftung das PalliKjur Team der Uniklinik Ulm. Ein SAPV (spezialisierte ambulante palliativ Versorgung) Team, dass erkrankte Kinder und ihre Familien, zu Hause, professionell auf ihrem letzten Weg begleitet.

Welche Gedanken noch hinter der Stiftung stecken und ein kleines Stück Weg ihrer Schwester Valentina - darüber sprechen wir in der heutigen Episode.

#028 Psychotherapie in der Begleitung von Sternenkindeltern - mit Janina Rogoll

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Janina ist psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie für Erwachsene und Kinder.

Seit sie klein ist begleitet sie ein Faible für die Themen Sterben, Tod und Trauer. Als eine Kollegin sie fragte, ob sie eine junge Familie mit Verlusterleben begleiten möchte, begann ihre Arbeit mit Sternenkindeltern.

Sie war auf der Suche nach Indomaterial oder auch Erfahrungsberichten über psychotherapeutische Begleitung von Sternenklindeltern. Ihr ist aufgefallen, dass es zum einen nur wenige Therapeuten gibt ,die dafür zugänglich sind und zum anderen die Sterneltern große Schwierigkeiten haben überhaupt einen Platz zu finden. Ausserdem gibt es von wissenschaftlicher Seite, unheimlich wenig Wissen darüber was gebraucht wird und was hilft.
Die Studien, die es bisher gibt, sind gut und doch sehr rar, mit nur geringen Fallzahlen.

So wurde das also zu ihrem Herzensprojekt und seit drei Jahren arbeitet sie hauptsächlich mit Sterneneltern.

Ich habe Janina gefragt, ob eher die Mütter oder das Paar Kontakt zu ihr aufnehmen und mit welchen Themen, sie sich an sie wenden.

Der Trauerprozess an sich, Sexualität, Umgangsstrategien, Abgrenzung, Anschluss finden, die Aberkennung der Mutterschaft - sind nur einige der Themen, die sie genannt hat.

Wir sprechen darüber welche Indikationen erfüllt sein müssen um psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen - denn Trauer per se ist keine Erkrankung!!

Wir sprechen über Schuld. Janina sagt, sie kann es gar nicht so pauschal beantworten. Sie sieht sich die Schuld mit den Paaren an. Welcher Mensch mit welchen Persönlichkeitsanteilen sitzt da vor ihr? Was braucht er? und guckt, wie diese Dinge in aktuellen Wegen beeinträchtigen. Es dahingehend zu beleuchten, dass es für sie passt.

Und letztlich auch, welche Wege Betroffene gehen können, mit ein paar Impulsen zur Therapeutenwahl.

Wer vergibt eigentlich die Diagnosen und wem nutzen sie? Sind sie an manchen Stellen ein „Stempel“ der die Betroffenen in eine Stigmatisierung „zwängt“ gleichzeitig sind Diagnosen auch Schlüssel zu notwendiger Unterstützung.

#027 11 Impulse für die Begegnung mit trauernden Zugehörigen

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Den Sterbenden selbst kann ich gut versorgen aber seine Zugehörigen zu begleiten, das fällt mir so schwer. Da weiß ich einfach nicht was ich sagen soll. Es entsteht eine peinliche Stille, machmal hagelt es sogar ganz unberechtigte Vorwürfe. Sie stellen mir Fragen, die ich nicht beantworten kann und ich sehe, dass ich so schnell wie möglich wieder aus dem Zimmer komme.
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Schnell noch ein „Sie klingeln, wenn sie etwas brauchen“ dahingefleddert und draussen erstmal durchatmen.
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Auch ich hatte in meiner Zeit in der Pflege, manches Mal das Bedürfnis, das Aufeinandertreffen mit Zugehörigen aktiv zu vermeiden.
Aus Unsicherheit und Angst.
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Dann kam der Punkt an dem ich sie nicht mehr allein lassen wollte. Vor allem wollte ich selbst keine Angst mehr vor diesen Begegnungen haben.
Ich wollte mich nicht mehr hilflos fühlen und insgeheim für meinen Rückzug schämen.
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Doch das bezieht sich lange nicht nur auf Pflegekräfte. Auch Ärzte, Therapeuten, Ehrenamtliche kommen mit Zugehörigen in Berührung.
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Wenn du ähnliche Gedanken hast und dir bewusst ist, wie bedeutsam eine gute Kommunikation mit Zugehörigen ist - wenn Du dir Unterstützung bei der Arbeit mit Zugehörigen wünscht, dann ist unser kostenfreies Workbook genau das Richtige für Dich!

**Du kannst es Dir hier, von mir erzählt anhören oder auch als PDF unter folgendem Link herunterladen.**

https://traudichkeit.de/workbook/

Auf 16 Seiten findest Du 11 Impulse dazu, wie Du trauernden Zugehörigen begegnen kannst.
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Es unterstützt Dich dabei, mutig, selbstsicher und offen auf trauernde Zugehörige zuzugehen und sie auf ihrem Weg begleiten. Wir richten unseren Blick genau darauf, was du aktiv tun kannst.
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Du kannst Dir das Workbook ausdrucken, es mit zur Arbeit nehmen und dort immer wieder hervorholen, wenn Du es gerade brauchst.

Du kannst es verschenken! Sicher kennst Du Kollegen und Freunde, die dieses Thema auch interessiert. Dann teile es gern und hilf uns unsere Gedanken unterstützend in die Welt zu tragen.

#026 Nur wenn wir gut stehen können wir andere gut halten - mit Kati Bohnet

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Kati ist Traumatherapeutin mit eigener Praxis in Berlin. Sie stellt selbst immer wieder fest, wenn es ihr nicht gut geht, kann sie auch als Therapeutin nicht gut begleiten.

Unter anderem daraus entstand ihr Bildungszentrum und Netzwerk Helpers Circle.

"Wir sind in unserem Leben so sehr auf Helfende aus den unterschiedlichsten Bereichen angewiesen und können es uns als Gesellschaft nicht leisten, dass sie wegen Krankheit, Burnout oder Sekundärtraumatisierungen ausfallen."

Ihre Vision ist es, dass Helfende langfristig gut und gesund arbeiten können.

Wir sprechen über die Herausforderungen, denen Menschen in helfenden Berufen, wie zum Beispiel in der Begleitung am Lebensende begegnen und wie sie sich vor z.B. einem Burnout schützen können.
Kati erklärt uns den Unterschied von Mitgefühl und Empathie und wie hilfreich es sein kann, diese beiden Dinge klar voneinander abzugrenzen.

Was passiert, wenn Helfende sich nicht mit ihren eigenen herausfordernden Themen des Lebens auseinandersetzen und diese mit in die Begleitung anderer zu bringen?

Mit dem Hintergrundwissen zu der Funktionsweise von Nervensystemen fällt es deutlich leichter, Menschen mit herausforderndem Verhalten - gern auch die "anstrengenden" Patienten genannt, zu verstehen, das Gesagte von sich selbst abzugrenzen und dementsprechend so zu reagieren, dass diese Person sich wieder sicher fühlt und sich seine Emotionen entladen können. So ermöglichen Helfende den Betroffenen Erleichterung und daraus kann ein ganz anderer Kontakt entstehen. Das verlangt ein hohes Maß an Flexibilität.

Gleichzeitig gibt dieses Wissen eine unheimliche Orientierung und eigene Sicherheit. Kati beschreibt, dass wir so den Zugang zu all unserem Wissen und Potential bekommen. Haben wir diesen Zugang, verbrauchen wir so wenig Ressourcen für Überlebensphysiologie. Diese Reccourcen stehen uns demzufolge für "Wartungsarbeiten" an unserem Immunsystem - der Zellergewebsreparatur zur Verfügung, sodass wir auch dauerhaft gesund arbeiten können.
Das ist doch ein vielversprechender Ansatz - wie ich finde.

Ich wünsche euch eine gute Zeit beim Zuhören!

#025 Was ambulante Hospizdienste leisten können - mit Birgit Oppermann

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Heute bei uns zu Gast - Birgit Oppermann.

"Es stirbt ja keiner weil wir kommen, sondern wir kommen, weil jemand stirbt. "

Birgit ist Koordinatorin eines ambulanten Hospizdienstes, ehrenamtliche Sterbebegleiterin und Texterin. Zudem schreibt sie auch für den Bestatterweblog.

Wir sprechen heute über ambulante Hospizdienste. Die ersten ambulanten Hospizdienste sind in Deutschland Mitte der 80er Jahre entstanden. Die Zahl der ambulanten Hospiz- und Palliativdienste in Deutschland hat sich seit 1996 mehr als verdreifacht.

Derzeit gibt es rund 1500 ambulante Hospizdienste in Deutschland - einschließlich der ca. 150 ambulanten Hospizdienste für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Zu den häufig geäußerten Wünschen gehört der Wunsch, bis zum Lebensende zu Hause oder im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Dies zu ermöglichen, ist eine der wesentlichen Aufgaben der ambulanten Hospizdienste.

Was ich ganz besonders gerade an der heutigen Hospizarbeit und Palliativversorgung in Deutschland empfinde, ist die Begegnung und enge Zusammenarbeit aller hier beruflich und ehrenamtlich engagierten Menschen.

All diese Mitarbeiter begleitet die gleiche Überzeugung - Sterben ein Teil des Lebens ist, dem ebenso respektvoll wie achtsam begegnet werden muss.

#024 Mitarbeiter in Ausnahmesituationen - Buchvorstellung von und mit Thomas Achenbach

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"Unternehmen sollten keine Angst vor Trauer haben sondern eher die Angst davor, was mit nicht gesehener unbehandelter Trauer passieren kann und wie sich das letztlich auf das Team und Unternehmen auswirkt. Einen Umgang mit Trauer kann man entwickeln.“

**Mitarbeiter in Ausnahmesituationen. Trauer, Pflege Krise.**
Ein Leitfaden für Führungskräfte, Personalverantwortliche und Betriebsräte, der sich intensiv mit den Möglichkeiten, Mitarbeiter, die ihre Angehörigen pflegen und/oder in Trauer um den Verlust eines nahen Menschen sind, zu unterstützen, auseinander setzt.

Niederschwellige Impulse zur konkreten und direkten Umsetzung machen diesen Leitfaden zu einem sehr wertvollen Wegweiser.

- Wie können Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiter gestaltet werden, dass die Pflege eines Angehörigen und die Anforderungen des Unternehmens vereinbar bleiben?

- Wie ist es möglich, seine Mitarbeiter ganz individuell in ihrer Trauer zu begleiten und unterstützen?

- Wie kann ein Unternehmen einen Umgang mit dem Versterben eines Mitarbeiters finden?

Thomas zeigt in seinem Leitfaden nicht nur die Situation betroffener Arbeitnehmer auf, sondern beleuchtet auch ganz klar die Vor- und Nachteile für ein Unternehmen, sich diesem Thema anzunehmen.

Es ist zunächst anstrengend, aufreibend konfliktbehaftet und vor allem kostet es scheinbar viel Geld. Warum sollte es sich also mit Lösungsansätzen auseinandersetzen, seine Mitarbeiter in ihrer Krise/Trauer zu begleiten und unterstützen?

„Es braucht eine Kultur, die Menschlichkeit zulässt - das ist ähnlich aufwendig, wie lohnend“, schreibt Thomas Achenbach.

Im Buch erwarten Dich u.A. eine Checkliste für interne Kommunikation, ein Leitfaden zum Kondolieren und jede Menge rechtliche Aspekte.

Über diesen Podcast

Du begleitest Sterbende und ihre Zugehörigen oder möchtest dies in Zukunft tun?
Du begleitest Zugehörige auch über das Versterben des Betroffenen hinaus?

Ob privat, beruflich oder ehrenamtlich - solche Begleitungen sind für alle Beteiligten höchst emotional und fordern ein hohes Maß an Flexibilität.

Es gibt einige Podcasts, die sich mit dem Tod und Trauer beschäftigen, doch nur wenige, die sich dem Prozess des Sterbens annehmen.

Genau das werde ich hier tun. Ich stehe dafür, dass Menschen selbstbestimmt sterben dürfen und bedürfnisorientiert begleitet werden. Ich teile meine Gedanken und Erfahrungen mit Euch und tausche mich - gemeinsam mit Experten aus den Bereichen rund um das Lebensende, aus. Durch unsere Impulse bekommt Ihr Einblicke und Anregungen, wie es gelingen kann Medizin, Pflege und therapeutische Maßnahmen am Lebensende mit den Bedürfnissen Sterbender in Einklang zu bringen.

Ich unterstütze euch dabei, Sterbende und ihre Zugehörigen mutig und kraftvoll zu begleiten.

Ich bin Corinna, Kinderkrankenschwester mit langjähriger Erfahrung in der Palliativpflege.

Ich bin ausserdem zusatzqualifiziert in der Palliativecare und als Pain nurse. Berufsbegleitend absolvierte ich die Ausbildung zur integrativen Trauerbegleiterin und arbeitete selbstständig als Reittherapeutin.

Ich bin Mama eines dreijährigen selbstbestimmten Kindes, mit dem ich ein bedürfnisorientiertes Leben auf Augenhöhe genieße.

Mehr zu mir und meiner Arbeit findest Du auf meiner Website unter www.traudichkeit.de und auf Instagram unter https://www.instagram.com/hommageansleben/

von und mit Corinna Nordhausen

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